Investor für Offenbach | 03.03.2012

Der Einstieg des britischen Investors »Langley Holdings plc« aus dem britischen Nottinghamshire ermöglicht dem Standort Offenbach eine Zukunft. Das unterstreicht die einstimmige Entscheidung des Gläubigerausschusses für Langley. Leider war es nicht möglich, einen Verbleib aller Beschäftigten zu sichern. IG Metall und Betriebsrat setzen sich deshalb weiterhin für Kolleginnen und Kollegen ohne Arbeitsplatz bei manroland ein.

Investor eingestiegen

»IG Metall und Betriebsrat begrüßen die einstimmige Entscheidung des Gläubigerausschusses zugunsten von Langley. Dies ist leider keine Lösung für alle, aber es ist die beste Lösung für Offenbach«, erklärt Marita Weber,

Erste Bevollmächtigte der IG Metall-Offenbach. Armin Schild, IG Metall-Bezirksleiter, ist überzeugt: »Das beschlossene Konzept ist die aussichtsreichste Grundlage für den Standort, das Unternehmen und die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen.«

Langley, eine Holding im Familienbesitz, übernimmt mit dem Bogenbereich 824 Roländer, sämtliche Produktionsanlagen am Standort sowie die internationale Vertriebsorganisation für mehr als 40 Länder. Mit seinen 30 Beteiligungen, darunter drei in Deutschland, tritt Langley als Marktführer oder spezialisierter Nischenanbieter auf Investitionsgüter im Maschinenbau auf.

»Wir sehen sehr gute wirtschaftliche Perspektiven für das restrukturierte Unternehmen. Das sind Produkte auf Weltklasseniveau mit hervorragendem Ruf«, begründet Tony Langley in einer öffentlichen Erklärung den Einstieg bei manroland-Offenbach.

In Zukunft wird der Standort unter dem Namen »manroland Sheet Fed« auftreten.

Alexandra Roßel, Betriebsratsvorsitzende, sagt zu dem Einstieg des Investors: »Es ist bitter, dass wir die Zukunftsfähigkeit des Bogendrucks in Offenbach unter diesen Umständen beweisen müssen. Aber wir werden diesen Beweis erbringen.«

Zur Unterstützung und Begleitung der schwierigen Anfangsphase für das restrukturierte Unternehmen haben die IG Metall und der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Hessen (HessenMetall) verschiedene Regelungen ausgehandelt. Details auf der Rückseite.

Engagement für alle

Der Betriebsrat und die IG Metall werden sich auch weiterhin für alle Roländer einsetzen.

Marita Weber sagt dazu: »Es geht jetzt in erster Linie darum, für die, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, eine Perspektive in anderen Betrieben der Region Offenbach zu finden.« Weber fordert zudem von der Landesregierung, dass sie sich für zusätzliche EU-Mittel einsetzt. Mit den EU-Geldern soll die Transfergesellschaft besser ausgestattet werden.

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